Exzellente Besprechung von "Weiße Nelken für Elise" bei Radio Vaticana

Nun ist noch einmal eine Rezension zu "Weiße Nelken für Elise" erschienen. Anlass für den Artikel bzw. Rundfunkbeitrag bei Radio Vaticana (hier der Link zur Textversion, bitte draufklicken: http://de.radiovaticana.va/news/2016/10/15/unser_buchtipp_wei%C3%9Fe_nelken_f%C3%BCr_elise/1265380) war offensichtlich der Appell von Papst Franziskus an die Generation der heute über Siebzigjährigen, mit ihren Enkeln über ihre Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg und die Jahre des Wiederaufbaus zu sprechen. Ich freue mich sehr über die - wenn auch mit dreijähriger Verspätung - erschienene Würdigung eines Buches, das es zur Zeit nur als Taschenbuchausgabe bei Books on Demand oder antiquarisch als Originalausgabe gibt, da der Herder Verlag "Weiße Nelken für Elise" aus dem Programm genommen hat.

Erste Eindrücke von der neuen Galerie und eine Auswahl von Fotos der ausgestellten Werke von Barbara Hirsekorn und Peter Grünig gibt es hier.


Die Lübecker Nachrichten über die Eröffnung von NausikaART. Hier geht es zum Artikel.

NausikaART zeigt Aquarelle von Barbara Hirsekorn und Skulpturen von Peter Grünig

 

Am Samstag, den 25. November hat die Galerie NausikaART in der Großen Burgstraße 24 in Lübeck eröffnet und bereichert seitdem die lebhafte Kunstszene im Burgtorviertel.

 

NausikaART, das ist Atelier und Galerie der Germanistin und Kunsthistorikerin Beate Schaefer, die als Autorin begann und unter anderem bei Eichborn und Herder veröffentlicht hat. Seit einigen Jahren tritt sie auch als Druckgrafikerin hervor. Beeinflusst von der Minimal Art, schafft sie ausdrucksvolle, meist abstrakte Radierungen und Holzschnitte, die seit der Flüchtlingskrise oft um das Symbol X kreisen, das bei ihr für Xenos steht, griechisch für fremd, Fremder, Gast. So schlägt der Name NausikaART einen Bogen zu ihrer Kunst, denn Nausikaa ist diejenige, die den schiffbrüchigen Odysseus findet und ihn, einen antiken „Mr. X“ aufnimmt, ohne zu wissen, wer er ist.

 

Als Gäste hat Beate Schaefer die Kieler Aquarellmalerin Barbara Hirsekorn sowie den Lübecker Schauspieler und bildenden Künstler Peter Grünig eingeladen. Barbara Hirsekorn ist in Lübeck keine Unbekannte, hat sie doch in der Hansestadt bereits mehrmals ausgestellt und dort auch Aquarellkurse in ihrer modernen Technik gegeben. Peter Grünig zeigt bei NausikaART seine mythisch inspirierten Skulpturen von rauer Materialität.

 

Zur äußerst gut besuchten Eröffnung von NausikaART gab es bei Kaltgetränk und Knabberei Gelegenheit, die Künstler kennenzulernen, sich auszutauschen und auch das eine oder andere ihrer Werke zu erwerben.

 

NausikaART,  Große Burgstraße 24, 23552 Lübeck, Mobil 0163 7640300, Mail info@beate-schaefer.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag von 15 bis 18 Uhr und nach telefonischer oder elektronischer Vereinbarung.

 

Neuer Blog

Bilder schreiben. Eine Stunde im Museum Behnhaus-Drägerhaus, Lübeck

Bisher erschienen:

 

1. Mai 2017, Friedrich Overbeck, Madonna mit dem schlafenden Jesuskind

6. April 2017, Adolph Dietrich Kindermann, Glasermeister Achelius und seine Frau beim Frühstück

5. Februar 2017, Gotthard Kuehl, Das Waisenhaus zu Lübeck

27. November 2016, Johann-Martin von Rohden, Landschaft in den Albaner Bergen (Nemi-See)

12. November 2016, Kabinett Lovis Corinth

 

Weitere Termine werden in unregelmäßigen Abständen folgen.

 

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Um was es geht:

Neulich, beim Besuch der Venedig-Ausstellung im Bucerius Kunstforum in Hamburg, erzählte mir meine Cousine von einem Buch, das sie jüngst geliehen bekommen hat. Es handelt sich um Alain de Bottons Woche am Flughafen Heathrow, er als Writer in Residence, eingeladen vom Flughafenbetreiber. Ein Schreibtisch am Terminal, ein Hotelzimmer mit verglastem Zugang zum Check-In, Menüschecks. Alles bezahlt, selbstverständlich. Das Ergebnis: Ein kleines Buch mit Beobachtungen rund ums Ankommen und Abreisen, um Abschied und Wiedersehen, um das Vergehen der Zeit an einem Ort, an dem niemand Zeit hat, außer erzwungenermaßen bei Verspätung eines Fliegers.

 

Mein Ansatz ist wesentlich schlichter und unbezahlt. Jeweils eine Stunde an einem ausgewählten Ort vor einem ausgewählten Bild im Museum Behnhaus-Drägerhaus in Lübeck zu verbringen, sitzend auf einem Klappstühlchen, eine Kladde auf den Knien. Zweistärkenbrille, um sowohl meinen in Entstehung begriffenen Text als auch das Bild der Wahl sehen zu können. Aufzuschreiben, was ich entdecke auf dem Bild/den Bildern, wer vorbeikommt, was passiert, wenn  ich mich eine Stunde nicht vom Fleck rühre.