Beate Schaefer wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort Germanistik und Kunstgeschichte. Nach dem Magisterexamen arbeitete sie als PR-Referentin, ehe sie sich 1996 als Autorin selbstständig machte. 2000 erschien bei Eichborn ihr erster Roman "Das Orakel von Cumae". Von 2001 bis 2002 lebte sie in Rom und schrieb dort ihren zweiten Roman "Bacchantische Nacht". Weitere Romane und Theaterstücke folgten sowie die 2013 bei Herder erschienene Biografie "Weiße Nelken für Elise".

 

Seit vielen Jahren arbeitet sie daneben in verschiedenen grafischen Techniken, darunter Monotypie, Tuschezeichnung sowie Linol- und Holzschnitt. 2012 wandte sie sich erstmals der Radierung zu. Seit der Flüchtlingskrise 2015 inspiriert sie das Wort "Xenos" (griechisch für Gast, Fremder, älter auch für "hölzernes Götterbild"). Minimalistisch verkürzt, gleichwohl expressiv im künstlerischen Ausdruck, dient ihr das Zeichen oder der Buchstabe X dazu, Fremdheit - die eigene, gefühlte in der Welt - und die Begegnung mit Fremden oder dem Fremden, auszudrücken.