Elise und Walter. Ein Liebespaar. Ein Elternpaar. Kein Ehepaar, und ohne bürgerliche Moral. Für den Aufbau des "tausendjährigen Reichs" waren die Prostituierte und ihr Zuhälter nach Meinung der Faschisten unbrauchbar, und das von den Nazis bevorzugte Wort für Menschen wie sie war "asozial".

Das Bordell in Straßburg, fand ich heraus, war eine Wehrmachtseinrichtung für die Soldaten der Besatzungsarmee gewesen - meine Großmutter war zur Arbeit dort gezwungen worden. Und mein Großvater trug als "polizeilich Sicherungsverwahrter" im KZ-Dachau den grünen Winkel der "Berufsverbrecher".

Während der NS-Staat im Krieg zum größten Zuhälter wurde, brachte er meinen Großvater für dieselbe Betätigung in der Vernichtungsanstalt Hartheim um.

Das Schweigen meiner Eltern war das große Schweigen der Fünfziger- und Sechzigerjahre, in denen der Satz zum Standard gehörte, Leute wie mein Großvater seien völlig zu Recht im KZ gewesen, denn es waren ja "schlechte Menschen", deren Nachkommen sich für sie schämen musste. Über diese Leute sprach man nicht, und "diese Leute" waren viele.

 

Beate Schaefer

Weiße Nelken für Elise. Die Liebe meiner Großeltern zwischen Wehrmachtsbordell und KZ

2013, Herder-Verlag, Freiburg

252 Seiten, s/w-Abbildungen

ISBN 978-3-451-30652-5

 

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Trier im Jahre 382 nach Christi Geburt.

Das Leben in der Stadt ist von Unruhen geprägt, in einer Zeit, als das Christentum seinen Kampf gegen die alten Kulte noch nicht gewonnen hat. Da trifft die leidenschaftliche Schauspielerin Marcia auf Bischof Britto, den - wie es seine Religion vorschreibt - erklärten Feind des Theaters.

Zugleich fasziniert und abgestoßen voneinander, beginnen sie einen Kampf: Sie kämpft um seine Zuneigung, er um ihr Seelenheil.

Doch ist der, der am Ende gewinnt, auch wirklich der Sieger?

 

 

Beate Schaefer

Die schwarze Taube

Historischer Roman

2008, Verlag Philipp-v-Zabern

288 Seiten

ISBN 978-3-8053-3842-4


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"Ich war traurig, aber in diesem Moment habe ich etwas über die Liebe begriffen.

Dass nicht die erste Nacht zählt oder die zweite oder das gemeinsam verbrachte Leben.

Sondern einzig und allein der Augenblick des Erkennens.

Alles liegt in ihm, Anfang und Vollendung!

Alles, was zwischen zwei Menschen möglich ist. Alles Gefühl. Aller Rausch der Sinne, alle Ewigkeit.

Nichts, was später geschieht, lässt sich mit diesem Augenblick vergleichen."

 

Nach einem rauschenden Fest erwacht Iulia, Tochter des Kaisers Augustus, umringt von Soldaten ihres Vaters. Doch erst in der Verbannung kehrt ihre Erinnerung an die Ereignisse dieser schicksalhaften Nacht zurück ...

 

Beate Schaefer

Bacchantische Nacht

Historischer Roman

2002, Eichborn-Verlag, Frankfurt

275 Seiten

ISBN 3-8218-0883-7

 

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